Authentische Gemeinschaft…

20. Juli 2015 13:30 - 15:00

in der Muschel (Vortragssaal der SGT)

Authentische Gemeinschaft als Grundlage für ein anderes Wirtschaften –

Das Werkzeug ‚Community Building‘ nach Scott Peck– eine Einführung mit Oliver Sachs (Prozessbegleiter, Filmemacher)

Voraussetzung zur Teilnahme: Interesse an Gemeinschaftsbildung und am Zusammenhang zwischen Gemeinschaft und Geld
Benötigte Materialien: Eure Phantasie

Der Gemeinschaftsbildungs-Prozess nach dem amerikanischen Psychologen Morgan Scott Peck ist ein zweieinhalb-tägiger Gruppenprozess. Die Gemeinschaftsbildung ist eine Form der achtsamen, meditativen Kommunikation. Wie in der Meditation ist es die Leere, aus der zwischen den Teilnehmern das Neue entstehen darf. Es gibt weder einen Lehrer oder Therapeuten noch unverrückbare Regeln oder Pflichten. Lediglich einige Empfehlungen betonen den Wert von Stille, Eigenverantwortlichkeit und emotionaler Anwesenheit in der Runde. Sie ermöglichen die Bewegung der Gruppe durch verschiedene Phasen der Kommunikation. Das Ringen um Gemeinschaft, um Verantwortlichkeit und das Einreißen alter Mauern auf diesem Weg kann anstrengend, kraftraubend und manchmal sogar beängstigend oder schmerzhaft sein.

Ist die Gruppe aber in der Authentizität angekommen, dann verändern sich die Qualität der Begegnung und die Stimmung der Runde. Wir erleben uns in unserer Individualität, und verstehen diese zugleich als Voraussetzung für Verbundenheit in unserem gemeinsamen Wesenskern. Aus der Geborgenheit der authentischen Gemeinschaft wächst jetzt neuer Mut und die Kraft, Mauern einzureißen, die uns zuvor Sicherheit vorgetäuscht haben. Wir erleben die Geburt kollektiver Weisheit. Die Freude über die Intensität der Begegnung entsteht aus der unerwarteten Erfüllung unseres Bedürfnisses nach Wärme, Nähe und Mitgefühl.
Es ist nicht notwendig, dass die Teilnehmer einer Gemeinschaftsbildung einander kennen oder gemeinsame Ziele verfolgen. Das Entstehen der authentischen Gemeinschaft selbst steht im Zentrum der Begegnung.

Jedoch verschwinden mit den Mauern zugleich Reibungsverluste, die die Arbeit an gemeinsamen Zielen zuvor vielleicht behinderten. Hier wird der stärkende Aspekt von Kooperation und Vernetzung statt Konkurrenz und Einzelkämpfertum erlebbar. Jeder Teilnehmer trägt Führungs- und Leitungsqualitäten in sich und wird allein durch die intensive Anteilnahme am Prozess ein Teil der „Group of all leaders“.
Die Gemeinschaftsbildung führt so zu neuer Energie für die Umsetzung ihrer Ziele. Insofern ist sie besonders für Arbeitsgruppen und Teams interessant. Ebenso auch für Lebenspartnerschaften.

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